
Vom 23. bis 25. März fand in Brüssel wieder die jährliche „International Conference on the EU Cyber Security and Resilience Acts“ statt.
Die diesjährige Konferenz brachte Experten aus 27 Ländern zusammen – von Herstellern über Prüflabore bis hin zu Regulierungsbehörden.
Im Fokus standen zentrale regulatorische Entwicklungen und Zertifizierungen wie:
- Cyber Resilience Act (CRA)
- EU Common Criteria (EUCC)
- BSI BSZ und ANSSI CSPN
Ergänzt wurde das Programm durch Themen wie 5G, IoT, AI, CloudSecurity, AICS sowie Secure Development Lifecycle (SDL) – und damit die gesamte Bandbreite aktueller Cybersecurity-Anforderungen entlang des Produktlebenszyklus.
Mitten im Geschehen: unser Kollege Sebastian Fritsch, der als Panelist bei der Session
„EUCC Scheme—First Experience in Setting Up the Necessary Ecosystem“ vertreten war.
Gemeinsam mit Vertretern aus Industrie und Zertifizierungsstellen wurde diskutiert, wie sich das EUCC-Schema aktuell entwickelt – und welche praktischen Erfahrungen es bereits beim Aufbau des notwendigen Ökosystems gibt.
Zentrale Takeaways aus der Panel-Session:
- Der Aufbau tragfähiger Zertifizierungsstrukturen ist langwierig und kostenintensiv – nach zwei Jahren Übergangszeit sind wir jetzt in der Praxis angekommen.
- EUCC und CRA müssen noch zusammenwachsen: Wir erwarten von der EU-Kommission einen pragmatischen Ansatz, als Industrie werden wir uns ebenfalls kreativ einbringen.
- Wenn es uns gelingt, neue Anwenderkreise für EUCC zu begeistern, dann müssen wir es auch schaffen, alle neuen Kunden zu schulen (als Vorab-Teaser: secuvera wird in der zweiten Jahreshälfte seine neue CC-Schulung am Markt präsentieren).
Was wir aus Brüssel insgesamt mitnehmen:
- Cyber Compliance ist ab Ende 2027 ein Must-have in der EU.
- Regulatorische Anforderungen betreffen den gesamten Produktlebenszyklus, durch ALC_PAM wird dies in CC nun zunehmend zum Marktstandard.
- Unternehmen sollten sich jetzt strukturiert auf kommende Pflichten vorbereiten, zudem sollten jetzt Ressourcen bei den Prüfern reserviert werden.
Danke an die Veranstalter, an den Moderator der Runde, Ferenc Molnár, und an alle Panelteilnehmenden (Rasma Araby, Richard Skalt und Graham Wallace) für den spannenden und bereichernden Austausch!

